Sexualitäten – Ein Spektrum

Wie schon bei der Genderdebatte erwähnt, gibt es nicht nur männlich und weiblich. Darum
orientiere ich mich am offenen Geschlechtersystem (männlich, weiblich, inter und nicht-binär).
Wenn es nicht nur zwei Geschlechter (also nur männlich und weiblich gibt) kann es auch keine Homo- oder Heterosexualität geben, denn das geht nur in einem binären Geschlechtersystem. Stattdessen gibt es eine Vielfalt an Sexualtitäten. Einige von ihnen sowie ihre zugehörigen Flaggen möchte ich euch heute vorstellen. (Diese Auflistung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

Von Asexuell bis Poly: Jede Liebesform hat ihre eigene Flagge

Asexualität (ACE)
Als asexuell (ace) werden Menschen bezeichnet, die keine sexuelle Anziehung
gegenüber anderen Personen verspüren.

Allo-Aro Flag Guide – Aro Worlds

Allosexualität
Allosexuell beschreibt Menschen, die sich sexuell zu anderen Personen hingezogen
fühlen.

Flagge Androsexuell

Androsexualität
Eine androsexuelle Person fühlt sich sexuell zu Menschen hingezogen, die sich der „männlichen“ Sphäre zugehörig fühlen.

Von Asexuell bis Poly: Jede Liebesform hat ihre eigene Flagge

Bi (+) Sexualität

Eine bisexuelle Person fühlt sich sexuell sowohl zu Männern, als auch zu Frauen hingezogen (binäre Deutung).

Bi + Sexualität soll aber außerdem verdeutlichen, dass sich auch Menschen als bisexuell bezeichnen, die zwei oder mehr Geschlechter sexuell anziehend finden
(polysexuell).

Das Bild zeigt die Pride Flag von demisexuellen Menschen. Sie hat drei horizontale Streifen, oben weiß, in der Mitte lila und unten grau, wobei der mittlere Streifen deutlich kleiner ist. Auf der linken Seite ist ein schwarzes Dreieck.

Demisexualität
Sie lässt sich zwischen Allo-/ und Asexualität verorten.
Demisexuelle Menschen fühlen sich nur dann zu einer anderen Person körperlich/ sexuell hingezogen, wenn sie eine emotionale Bindung zu dieser Person aufgebaut haben.

Flagge Gynosexuell

Gyno- / Femmesexualität
Eine gyno-/ femmesexuelle Person fühlt sich sexuell zu Menschen hingezogen, die sich der „weiblichen“ Sphäre zugehörig fühlen.

 Novo Flagge: oben grün-grau lila, mitte blau-weiß-beige mit Regenbogenherz zentral, unten gelb-orange-rotorange

Novosexualität
Novosexuelle Menschen sind sich nicht sicher, welche sexuelle Orientierung sie haben. Ihre sexuelle Orientierung verändert sich immer wieder, weil sich auch ihr Geschlecht ändert.

Von Asexuell bis Poly: Jede Liebesform hat ihre eigene Flagge

Pansexualität
Für pansexuelle Menschen spielt das Geschlecht einer Person keine Rolle.
Sexualität kann mit jeder Person, unabhängig von deren Geschlecht, gelebt werden.

Von Asexuell bis Poly: Jede Liebesform hat ihre eigene Flagge

Polysexualität
Eine polysexuelle Menschen fühlen sich zu mehr als zwei Geschlechtern hingezogen.

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Skoliosexualität
Eine skoliosexuelle Person fühlt sich sexuell zu Menschen hingezogen, die nichtbinär sind und weder der Sphäre von „männlich“, noch „weiblich“ zugehörig sind.

Informationen zu den verschiedenen Sexualitäten und  Geschlechtsidentitäten!🌈 - Flaggen erklärt: Sapiosexualität. - Wattpad

Sapiosexualität
Für sapiosexuelle Menschen spielt das Aussehen einer Person keine Rolle.
Sie fühlen sich sexuell zum Intellekt einer Person hingezogen.

Für weitere Eiblicke: https://lgbt.wikia.org/de/wiki/Sexuelle_und_romantische_Orientierungen
https://100mensch.de/kampagnen/orientierung/


Melissa

Gendersensible Sprache – Wie und warum gendert man eigentlich?!

Ich stoße immer häufiger auf das Thema der Gendersensiblen Sprache bzw. dem Fehlen von dieser. Und selbst wenn es heißt gendersensibel zu schreiben und zu sprechen, ist meistens nur die Rede von Männern und Frauen. Also z.B. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und das solle reichen.

Allerdings impliziert dies, dass es nur zwei Geschlechter gibt. „Diese Betrachtungsweise ist vereinfachend und bildet nicht den wissenschaftlichen Kenntnisstand ab, da sich chromosomales Geschlecht, genetisches Geschlecht, hormonelles und neurophysiologisches Geschlecht unterscheiden können.
Diese Ebenen lassen sich zudem nicht mit „entweder-oder“ (männlich oder weiblich) sondern nur mit „von – bis“ beschreiben.“
(vgl. https://100mensch.de/kampagnen/geschlecht/)


Wie muss Gendersensible Sprache also aussehen, um wirklich alle miteinzubeziehen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

Mit Unterstrich: Mitarbeiter_innen

Mit Sternchen: Mitarbeiter*innen

MitGender Gap‘: Mitarbeiter innen

Mit Doppelpunkt: Mitarbeiter:innen

Mit Punkt: Mitarbeiter.innen

Das Gendersternchen wird gern genutzt, weil es mit seinen in alle Richtungen zeigenden Zacken die zahlreichen Geschlechteridentitäten verdeutlicht. Das Gendersternchen und der Punkt haben jedoch einen gemeinsamen Nachteil für Screenreader-Nutzerinnen. Der Screenreader (Bildschirmvorleser) liest diese beiden Zeichen vor: Mitarbeiter-Stern-innen bzw. MitarbeiterPunkt-innen. Beim Doppelpunkt macht er eine etwas längere Pause als bei Leerzeichen und Unterstrich.
Der Doppelpunkt hat den Vorteil, dass er schlank ist. Das macht den Text leichter lesbar. Das Leerzeichen hat den Nachteil, aus einem Wort zwei zu machen. Bei der Gender-Gap-Variante, solltest du den Unterstrich oder den Doppelpunkt verwenden. Ich persönlich bevorzuge das Gendersternchen, auch wenn es manchmal den Textfluss stören kann.
Durch diese Schreibweisen werden alle Geschlechteridentitäten mitgedacht. So kann sich jede*r angesprochen fühlen. Im verbalen Sprachgebrauch wird entweder eine kurze Pause an dieser Stelle gemacht oder es wird die lange Version des Wortes ausgesprochen. Also: „Mitarbeiter…innen“ oder eben „Mitarbeiterinnen“. Es kann aber auch der Plural genutzt werden, also „Mitarbeitenden“.


Hier könnt ihr euch mehr zu dem Thema durchlesen:
https://www.genderleicht.de/
https://100mensch.de/lexikon/
https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/richtig-gendern/#Keine_Art_richtig

Melissa

Blog

Hallo, ich bin Melissa, 22 Jahre alt und seit September 2020 Praktikantin bei SelbstSicherSein 2.0. Das einjährige Praktikum findet im Rahmen meines Studiums der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule am Rauhen Haus statt.

Ich habe mich sehr über die Zusage zu diesem Praktikumsplatz gefreut, weil ich die Arbeit hier sehr spannend und wichtig finde. Besonders weil hier schon im jungen Alter angesetzt wird, um die Kinder und Jugendlichen zu stärken und auf spielerische Art zu bilden. Meine Aufgaben sind vor allem, erst einmal mich selbst weiterzubilden. Dieses Wissen setzte ich dann auf verschiedene Weisen um. Zum Beispiel arbeite ich gerade an einem Trickfilm! Und ich werde hier in regelmäßigen Abständen Blogeinträge zu verschiedenen Inhalten des Projekts und meinen Erfahrungen als Praktikantin schreiben.

Wichtig ist zu erwähnen, dass ich das aus meiner Perspektive als able-bodied, weiße cis-Frau mache. Gerade deshalb gebe ich mir Mühe die Inhalte sensibel zu gestalten und meine Position dabei immer wieder zu reflektieren.

Falls ihr jedoch Kritik oder auch Anregungen habt, schreibt mir gerne eine Mail über selbstsichersein@basisundwoge.de.